Teresa - Each of us is various, is many




“Cada um de nós é vários, é muitos, é uma prolixidade de si mesmos” 
                                                      - Fernado Pessoa, Livro do Desassossego;  

( DE - Jeder von uns ist mehrere, ist viele, ist ein Übermaß an Selbsten. 
  EN -  Each of us is various, is many, a prolixity of ourselves )


"Nous sommes tous de lopins et d'une contexture si informe et diverse, que chaque pièce, chaque moment fait son jeu. Et se trouve autant de différence de nous à nous-mêmes, que de nous à autrui." 
( DE - Wir bestehen alle nur aus buntscheckigen Fetzen, die so locker und lose aneinanderhängen,
daß jeder von ihnen jeden Augenblick flattert, wie er will; daher gibt es ebenso viele Unterschiede
zwischen uns und uns selbst wie zwischen uns und den anderen.

EN - “We are entirely made up of bits and pieces, woven together so diversely and so shapelessly that each one of them pulls its own way at every moment.”
( Michel de Montaigne, ESSAIS, Livre II, Chap. 1 / Zweites Buch, 1 )


Diese Bilder sind im Rahmen eines gemeinsamen photographisches Experiments mit der Performance-Künstlerin und Theater-Wissenschaftlerin Teresa Lucia Rosenkrantz  im Jahr 2014 entstanden. Das Ziel des Projekts war relativ offen, das Interesse aber kreiste um die Begriffe: Idendität, Vielfalt,  Selbst::findung, Selbst::darstellung, Selbst::inszenierung.

Portraits sind das Ergebnis eines Gesprächs zwischen dem Photographen und der photographierenden Person ( Modell ).

Gearbeitet wurde mit Hybrid-Methoden. d.h. es kamen sowohl analoge als auch digitale Apparate zum Einsatz. Alle Bilder sind mit natülichem Licht aufgenohmen.

Sprache und Literatur sind eine unerschöpfliche Quelle von Inspiration für kreative / künstlerische Projekte. Nachträglich fand ich die  hier angeführten Zitaten von Fernado Pessoa und aus dem Roman von Pascal Mercier ( Peter Bieri ) "Nachtzug nach Lissabon" ( Carl Hanser Verlag, 2004 ) als sehr erleuchtend für unseres Vorhaben.

Für die Durchführung des Projekts habe ich sowohl digitale als analoge Kameras eingesetzt.
Digital: Nikon D800E mit Nikkor f1.4 50mm und f1.4 85mm Objektive.
Analog:  Nikon FM2, Plaubel Makina 67.

( EN - I took these images at 2014 for a little project.  I have worked together with the performance artist Teresa Lucia Rosenkrantz. I used hybrid techniques, utilizing both digital and analog equipment. The whole was a kind of a visual/performance experiment. ) 






“Dar a cada emoção uma personalidade, a cada estado de alma
uma alma” - Fernado Pessoa 
( Give to each emotion a personality, to each state of mind a soul )
















Não sei quantas almas tenho.
Cada momento mudei.
Continuamente me estranho.
Nunca me vi nem achei.
De tanto ser, só tenho alma.
Quem tem alma não tem calma.
Quem vê é só o que vê.
Quem sente não é quem é.
( I don’t know how many souls I have.
I’ve changed at every moment.
I always feel like a stranger.
I’ve never seen or found myself.
From being so much, I have only soul.
A man who has soul has no calm.
A man who sees is just what he sees.
A man who feels is not who he is. )

- Fernado Pessoa





Nikon FM2













( How many masks wear we, and undermasks,
Upon our countenance of soul, and when
If for self-sport the soul itself unmasks,
Knows it the last mask off and the face plain?
The true mask feels no inside to the mask
But looks out of the mask by co-masked eyes. )
- Fernado Pessoa




Wieviel Leben sie noch vor sich haben; wie offen ihre Zukunft noch ist; was noch alles mit ihnen passieren kann; was sie noch alles eleben können! 


Er war dabei aus seinem bisherigen Leben wegzulaufen. Konnte einer, der das vorhatte, einfach nach Hause gehen? (Nikon FM2 camera ).









Von tausend Erfahrungen, die wir machen, bringen wir höchstens eine zur Sprache, und auch diese bloß zufällig und ohne die Sorgfalt, die sei verdiente. Unter all den stummen Efahrungen sind diejenigen verborgen, die unserem Leben ubemerkt seine Form, sien Färbung und seine Melodie geben. Wenn wir uns dann, als Archälogen der Sele, diesen Schätzen zuwenden, entdecken wi, wie verwirrend sie sind. 




Und nun, so scheint es, beginnt er, Abschnitt für Abschnitt nach all den verborgenen Erfahrungen zu graben. Sein eigener Archäologe zu sein. 





 
Seit heute vormittag spüre ich, daß ich aus meinem Leben noch etwas anderes machen möchte. Daß ich nicht mehr euer Mundus sein will.  Ich habe keine Ahnung, was das Neue sein wird. Aber es duldet keinen Aufschub, nicht den geringsten. 








die Befreiung von einem Bildnis seiner selbst, in dem er auch dann, wenn er nicht las, einer war, der sich kruzsichtig über verstaubte Bücher beugte; ein Bildni, das er nicht planvoll entworfen hatte, das vielmehr langsam und unmerklich gewachsen war;







































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